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Die Entstehung unseres Landfrauenquilts
Mehrere
wunderschöne Ausstellungen und eine gelungene Gemeinschaftsarbeit für die
Kirche veranlassten unsere1.Vorsitzende zu dem Ausspruch: "So was müssten
wir im Landfrauenverein auch mal machen." - "So was " heißt: Einen Quilt
nähen.
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| Was ist ein Quilt? Kurz gesagt:
Eine Steppdecke - also eine Decke , die aus mehreren Schichten
zusammengesetzt ist: Die Oberseite besteht aus einem möglichst dekorativen
Stoff, die Unterseite ist etwas schlichter gehalten. Dazwischen ist eine
Lage Füllmaterial (Baumwolle, Schurwolle, Polyesterwatte), damit die Decke
wärmt. Und damit diese drei Lagen nicht auseinander fallen, werden sie durch
viele kleine Stepp- oder Quilt (englisch für steppen) -Stiche
zusammengehalten. Ist die Oberseite aus vielen ver- schiedenen Stoffteilen
zusammengesetzt, handelt es sich um einen Patchwork-Quilt.
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(Patchwork
= Flickwerk) |
Historisches über "Patchwork"
Patchwork ist
in fast allen Kulturen der Welt zu finden . Auch das Quilting ist weltweit
bekannt, wurde vermutlich schon vor tausenden von Jahren im Orient
entwickelt und vor ca. 800 Jahren von Kreuzfahrern nach Europa mitgebracht.
Hier wurden Quilts traditionell vor allem in den skandinavischen Ländern,
England, den Niederlanden, aber auch in Frankreich und Italien gefertigt.
Auswanderer
nahmen ihre Quilts und auch die Fertigungstechniken mit in die "Neue Welt".
Es waren auch die nordamerikanischen Siedlerfrauen des 19. Jahrhunderts, die
zuerst aus der Not heraus jedes Fetzchen Stoff zu Quilts verarbeiteten um
wärmende Decken zu haben, später dann die Tradition des Patchworks und
Quiltens zur Volkskunst erhoben und unzählige Muster und Techniken
entwickelten. Noch heute ist diese Tradition dort sehr lebendig und Quilts
werden tatsächlich auch als Bettdecken genutzt.
In Amerika war und ist es auch sehr beliebt,
Quilts für besondere Anlässe zu nähen: Zur Geburt, Hochzeit, Volljährigkeit,
Abschied und vieles mehr. Gemeinschaftsquilts werden oft gefertigt, wobei
jedes Mitglied einer Gruppe ein Stück Stoff oder einen Block hergibt. Aus
allen Einzelteilen wird dann gemeinsam der Quilt zusammengesetzt. Und damit
sind wir wieder bei unserem Verein:
Die Idee
einen
Landfrauenquilt zu nähen, fand großen Anklang. Als Muster bot sich das
Wabenmuster an, da die Biene bekanntlich unser Wappentier ist. Also bekam
jedes Mitglied eine Sechseck-Schablone mit der Bitte, ein Stück Stoff
entsprechender Größe herzugeben.
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Vorgegeben war:
Bitte nur Stoffe aus Naturmaterialien (Baumwolle, Seide, Leinen), das
Sechseck darf uni, geblümt gemustertsein, es darf auch bestickt, oder mit
gestricktem, gehäkeltem oder sonst wie gehandarbeiteten Motiven verziert
werden.
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Fast alle Mitglieder beteiligten sich an
dieser Aktion und so konnten wir aus 195 einzelnen Sechsecken das Quilttop
(die Vorderseite) in der Größe 135 x 170 cm zusammennähen. Bislang haben
an vier Abenden jeweils zwischen sechs und zehn Frauen daran gearbeitet.
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Für die
Rückseite unseres Quiltes bekamen wir etwas ganz Besonderes:
Ein Tuch des
"Weltlandfrauenverbandes", auf dem außer dem Logo des Verbandes auch
sämtliche Flaggen der Mitgliedsländer aufgedruckt sind. |
Unser
Patchwork ist inzwischen geheftet, das heißt Vorderseite, Füllung und
Rückseite sind vorläufig mit Heftstichen verbunden. Nun freuen wir uns auf
lange gemütliche Abende im Winter, an denen wir mit vielen kleinen (und
größeren) Stichen unsere Patchworkarbeit in einen Quilt verwandeln wollen
(denn es ist erst ein Quilt, wenn's auch gequiltet ist.Martina
Böttcher, Benitz im August 2002
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Die Arbeit geht weiter
Mittlerweile
haben wir das Jahr 2003 und die sogenannten "Quiltabende" haben
begonnen.Anita hat wieder ihren Kreativ-Keller zur Verfügung gestellt. Ein
Quiltrahmen wurde von Martina erstellt. An diesem finden 6 fleißige
Näherinnen Platz.
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Es muss noch
viel gequiltet werden. Jede Wabe wird nun verziert. Die einfarbigen Stücke
werden damit besonders ausdrucksvoll gestaltet.
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| Hier werden
die Seiten geschlossen. Dazu ist kein Quiltrahmen mehr nötig. Die letzten
Quiltstiche werden ausgeführt. Nur noch einmal Mal wollen wir uns zum
Quilten treffen. Es muss noch überprüft werden, ob alle Fäden
vorschriftsmäßig vernäht sind.
Nach 1 1/2
Jahren ist unser Quilt fertig.
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Hier ist er
nun:
Der 1. Landfrauenquilt
Deutschlands

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